Für eine solidarische Flüchtlingspolitik!

Mehmet Yildiz

Für eine solidarische Flüchtlingspolitik!

Unbegrenzte Zuwanderung nach Deutschland oder doch lieber mit einer Obergrenzen?
Mit diesen Begriffen wird den Menschen Angst gemacht.
Es wird in den Parteien und Medien so dargestellt, als ob alle Menschen der Welt vor den Deutschen (EU) Toren stünden. Aber keine Angst, die 7.Milliarden Menschen werden und wollen nicht nach Deutschland und Europa kommen.
Der Reichtum von Deutschland (Deutsches Kapital) basiert auf der Jahrzehnte langen Ausbeutung der Ressourcen von Afrika, Lateinamerika und den Mittleren Nahen Osten…..
Habt ihr Euch mal gefragt, welche Ressourcen denn in Europa und Deutschland überhaupt vorhanden sind?

Weisst du, woher die Rohstoffe von deinem Smartphones oder deinen Fernseher herkommen? Weisst du, wo deine Hose, Jacke, Strümpfe herkommen und produziert werden?
Weisst du, wo dein Fisch, deine Tomaten, Gurken oder Rosen herkommen?
Na hast du schon eine Antwort?

Weist du, wohin die Waffen geliefert werden?
Weisst du wie viele Menschenleben mit Waffen kaputtgemacht werden?
Weist du ob ein einziger Krieg wäre, wenn Deutschen, USA, Russland und die EU ihre Waffen nicht exportieren würden?
Weisst du denn, wie viele Kriege von USA, Europa und der NATO angestiftet wurden?
Weist du jetzt die Antwort?!

Weisst du, dass durch die EU Fischerboote die Fischer in Afrika arbeitslos gemacht werden? Weist du, dass die EU Milch Exporte und die Subventionen die Milch Bauern in Afrika kaputt gemacht haben!?

Weisst du, dass du die Hosen, Strümpfe, Jacken, die wir günstig kaufen können deswegen so billig sind, weil die Näherinnen in Indien, Bangladesch 6-7 Tage die Woche im Schnitt 12-16 Stunden für einen Hunger Lohn arbeiten?

Weist du das auf der Flucht auf der Mittel Meer Route schon über 30 tausend Menschen ertrunken sind?? Denkst du das die Menschen gern hierfür ihr Leben opfern mussten??

Weisst du jetzt die Antwort?

Weisst du, dass das Deutsche Kapital u.a. mit für die Ausbeutung und das Elend auf dieser Welt verantwortlich ist?
Über die steigende Armut und darüber das man nach 40 Jahren Arbeit dennoch Arm bleibt, aufgrund der prekären Beschäftigungsverhätnisse?

Darüber redet die Politik nicht, warum sollten sie denn darüber reden? Sie sind für das alles mit verantwortlich.
Den Herrschende passt es, dass Sie die Flüchtlinge für die Missstände verantwortlich machen können.

Weder ich noch andere Geflüchtete haben freiwillig ihre Familien und ihr Land verlassen. Lieber wären wir bei unseren liebsten geblieben.

Weisst du, dass die meisten geflüchteten über Jahrzehnte ihre hinterlassenen Familien nicht mehr sehen können?
Weisst du, dass es für ein Geflüchteten ein Trauma, eine Katastrophe ist, ihre liebsten nicht wieder sehen zu können?

Könnt ihr das nachvollziehen?
Das Problem ist ein Klassen Problem. Lieber Teilen und Herrschen statt Herrschen und Teilen.

Unser Problem ist, dass wir als Klasse unorganisiert sind. Wenn wir uns organisieren (das sollten wir tun) dann würden die Herrschende es nicht so leicht schaffen, uns zu spalten.

Weisst du, dass es kein Zufall ist, dass durch die Angstmache und gesellschaftliche Verhältnisse Rassisten und Faschisten immer stärker werden?

Von daher lasst euch nicht einreden, aufgrund der Flüchtlinge gäbe es so viel Armut, Altersarmut und mehr prekäre Beschäftigung. Aufgrund der imperialen Politik der grossen Länder wie die USA oder die EU kam es in den letzten Jahrzehnten immer wieder zu Kriegen. Doch nicht für Demokratie oder Menschenrechte…sondern um Ressourcen für das kapitalistische Wachstum des Westens. Die Flüchtlinge sind die Opfer der kapitalistischen und rücksichtslosen Politik der letzten Jahrzehnte. Die Liberalen und Neoliberalen Eliten spielen bewusst die Flüchtlinge gegen uns aus um davon abzulenken, dass sie für den Kummer, die Kriege und den zahllosen schrecklichen Nöte in der Welt die Verantwortung tragen. Umso wichtiger ist es, dass wir nun als solidarische Gesellschaft uns nicht spalten lassen und zusammen stehen um für eine bessere Zukunft gemeinsam zu kämpfen und einzustehen.

Nur durch den gemeinsamen Kampf kann sich was ändern.